|
Diese meisten
heute bekannten Webkataloge werden manuell gepflegt, das heißt:
Alle Einträge werden von Menschen gesichtet, Geprüft und
katalogisiert. Auf diese Art wird eine Qualität der
Sammlung sichergestellt, welche mit einem automatisierten
Prozess nicht zu erreichen wäre. Problematisch bei dieser
Methode ist jedoch der hohe Aufwand und damit der große Bedarf an Mitarbeitern, um ein umfassendes und aktuelles
Verzeichnis gewährleisten zu können. Oft beschranken sich
manuell erstellte Verzeichnisse deshalb auf kleine, eng
abgegrenzte Themengebiete. Bekannte Ausnahmen bilden der
Yahoo!-Katalog oder das Open Directory Project. Ein anderer
Ansatz zur Organisation von Linksammlungen besteht in der
Bildung von Ad-hoc-Kategorien aus Suchbegriffen. Diese
automatisch generierten Kataloge enthalten wesentlich
umfangreichere und aktuellere Inhalte. In ihrer Qualität erreichen sie aber heute noch nicht das Niveau, welches bei
der manuellen Sortierung besteht. Ein bekanntes Beispiel für
Ad-hoc-Katalogisierung ist der WiseGuide des Suchdienstes
WiseNut. Weiterhin kann unterteilt werden in hierarchische
und nichthierarchische Webverzeichnisse. In hierarchischen
Verzeichnissen werden Kategorien von Einträgen und oft die Einträge
der Verzeichnisse selbst in einer eindeutigen
Ordnung sortiert. Ein Eintrag befindet sich dabei oft nur in
einer bestimmten Kategorie, was ihn schwer auffindbar macht.
Ein Beispiel für ein sehr hierarchisches Webverzeichnis ist
das Open Directory Project. Nichthierarchische Verzeichnisse
bestehen dagegen aus einer Netzwerkartigen Struktur, mit
deren Knoten die Einträge (Links) verknuepft werden.
Dadurch sind die Einträge und Kategorien leichter zu
finden, eine assoziative Suche ist eher möglich. Schließlich
lässt sich zwischen kommerziellen und hauptsächlich nichtkommerziellen Webverzeichnissen unterscheiden. Durch
das Geschäftsmodell vieler Webverzeichnisbetreiber besteht
besonders bei ersteren die Gefahr einer eingeschränkten Objektivität: Die
Erhöhung der Ranghöhe in einem
Verzeichnis für die eigene Webseite wird zur offiziell
angebotenen Dienstleistung (Beispiele siehe unten Liste von
Webverzeichnissen). Der Benutzer kann kaum unterscheiden,
welche Suchergebnisse (Katalogeinträge) sich einen hohen
Rang durch hohe Relevanz "verdient" haben und bei
welchen ein hoher Rang "erkauft" wurde. Hier
verschwimmt die traditionelle Grenze von Publikationen
zwischen redaktionellem Teil einerseits und Anzeigenteil
andererseits. Dieser Text basiert auf Artikel Webverzeichnis
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
|